Umgestaltung der Kiellinie:

11.09.2020

Pläne für den Süden toll. Im Norden: Anwohner nicht vor den Kopf stoßen

Zur Vorstellung der Pläne der Stadt Kiel zur Umgestaltung der Kiellinie erklärt der stellv. Vorsitzende und stellv. verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion und direkt gewählte Ratsherr für Düsternbrook, Ratsherr Florian Weigel:

Die Pläne zur Umgestaltung der südlichen Kiellinie, des Bereiches um das Landeshaus und des Berthold-Beitz-Ufers sind gut geworden. Wir haben uns immer eine Aufwertung der Kiellinie und „Kiel ans Wasser“ gewünscht. Dass das jetzt endlich geschehen soll, freut mich, so Ratsherr Weigel. Hier kann ein toller neuer Stadtraum mit Bademöglichkeiten und Zugang zum Wasser entstehen. Einziger Wermutstropfen ist, dass die Stadt beim Zaun nicht weiterkommt und der Zaun insgesamt mindestens acht Jahre stehen wird.

Die Pläne der Stadt zur autofreien nördlichen Kiellinie und der Umgang der Verwaltungsspitze mit den betroffenen Anwohnern in Düsternbrook und der Feldstraße machen mich allerdings betroffen, so Ratsherr Weigel. In der Veranstaltung gestern hat sich deutlich gezeigt, dass die Wohngebiete zwischen Düsternbrook und Westring, besonders auch die Feldstraße, mit einer ganz erheblich größeren Verkehrsbelastung rechnen müssen. Diesen Fakt kann die Verwaltung nicht einfach zur Seite wischen. Hier muss ein schlüssiges Konzept her, wie der Verkehr fließen soll. Durchgangsstraßen durch Wohngebiete wird es mit uns nicht geben!

Grundsätzlich dürfte die nördliche Kiellinie breit genug sein, alle Verkehrsteilnehmer aufzunehmen. Gegebenenfalls muss dazu der Straßenraum neu geordnet werden. Aber es ist Platz für Autoverkehr und ÖPNV, es ist Platz für einen breiteren Premium-Radweg und für eine Promenade für Fußgänger. Mein Wunsch wäre es, dass die Stadt hier Lösungswege aufzeigt, alle Mobilitätsbedürfnisse zu befriedigen, so Ratsherr Weigel. Die Verkehrswende in Kiel wird nicht gelingen, wenn man versucht, sie mit der Brechstange und über die Köpfe der Menschen hinweg durchzusetzen.