Hauptbahnhof – die Videoüberwachung stockt

23.01.2020

Es ist sehr bedauerlich, dass der Ausbau der Videoüberwachung mit HD-Technik im Kieler Hauptbahnhof auf sich warten lässt, beklagt der ordnungspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Rainer Kreutz.

Immerhin geht es hier nur um eine Verbesserung vorhandener Technik und nicht mehr um die grundsätzliche Diskussion, ob Videoüberwachung eingeführt werden soll.
Die positive Bilanz vieler Ermittlungsvorgänge auf deutschen Bahnhöfen und Bahnhofsvorplätzen, die nachweislich der Videoüberwachung zuzuschreiben sind, sollten hier doch überzeugen.

Selbstverständlich hätte eine Videoüberwachung die Schlägerei zwischen alkoholisierten Beteiligten am Montagabend am Taxistand vor dem Hauptbahnhof nicht verhindern können. Die Aufzeichnung des Vorgangs hätte jedoch dazu beitragen können, die verschiedenen Tatbeteiligungen zu klären.

In vielen Fällen kann Videoüberwachung auch Opferhilfe sein. Denn im Handgemenge einer Schlägerei ist im Nachhinein nur über Videoaufzeichnung feststellbar, wer Täter oder Opfer ist.

Die CDU-Ratsfraktion fordert daher, soweit rechtlich möglich, auch eine Videoüberwachung auf dem Bahnhofsvorplatz einzurichten. Wir würden uns freuen, wenn sich die Mehrheitskooperation im Kieler Rat aus SPD, Grünen und FDP einem solchen Konzept anschließen könnte.