Feuerlöschflugzeuge und Hubschrauber nach Holtenau?

16.09.2020

Für den Verkehrslandeplatz Kiel-Holtenau ergibt sich auf der Grundlage eines Beschlusses des Europäischen Parlaments und des Rates der Europäischen Union die Möglichkeit, sich zur Brandbekämpfung aus der Luft im Einsatzbereich Nordeuropa zu bewerben, so der Fraktionsvorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Stefan Kruber.

Mit einem entsprechenden Antrag in der Ratsversammlung am 17.09.2020 fordert die CDU-Ratsfraktion die Verwaltung auf, über das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein eine Bewerbung des Verkehrslandeplatzes Holtenau als Standort mehrerer Feuerlöschflugzeuge und Hubschrauber im Rahmen des europäischen Katastrophenschutzes zu prüfen.

Mit der Realisierung des Konzeptes in Kiel kann ein hochwertiger Beitrag zur zivilen Europäischen Sicherheitsarchitektur geleistet werden. Darüber hinaus ergeben sich aufgrund der Infrastruktur des Flughafens Kiel-Holtenau mit seiner Lage in Wassernähe und zu Expertise-Zentren bei einem Zuschlag zahlreiche Standortvorteile z.B. für die Ausbildung der Löschwasseraufnahme und der Übergabe von Feuerlösch- und Rettungsmittel für den See-Einsatz, führt Kruber weiter aus.

Die Finanzierung der Bereitstellung und des Betriebs der Flotte würde gemäß der Beschlusslage zu 90 % durch EU-Mittel (bei Großschadenereignissen sogar bis zu 100%) sichergestellt. Die fehlenden 10 % könnten durch ergänzende Nutzung durch den Betreiber erbracht werden. Der Landeshauptstadt Kiel entstehen voraussichtlich keine Kosten.

Für die ergänzende Nutzung könnten die Maschinen für andere wichtige Aufgaben, z.B. als Forschungsplattform für technologische Entwicklung, zur Umweltforschung, Seeraumüberwachung, Geodäsie sowie für MedEvac-Aufgaben eingesetzt werden.

Der Verkehrslandeplatz Holtenau ist eine wichtige Zukunfts-Infrastruktur für unsere Stadt, deren Erhalt die Bürgerinnen und Bürger Kiels in einem Volksentscheid bejaht haben. Das EU-Projekt zum Katastrophenschutz kann ein wichtiger Beitrag zur besseren Auslastung des Verkehrslandeplatzes sein, so Kruber abschließend.