Was passiert mit dem Integrierten Entwicklungskonzept für die Innenstadt

04.06.2021

Zum gestrigen Bauausschuss erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Florian Weigel:

Das Wettbewerbsergebnis zur Holstenstraße steht fest. Das ist begrüßenswert, sind die Ergebnisse doch Anregungen zur Neugestaltung der Innenstadt.

Gleichzeitig ist das Integrierte Entwicklungskonzept für die Kieler Innenstadt (IEK) immer noch nicht fertig und liegt der Ratsversammlung nicht vor. Das Integrierte Entwicklungskonzept soll „Ziele für die Zukunft der Innenstadt herstellen,“ und „als umfassende strategische Handlungsgrundlage mögliche städtebauliche und räumliche Entwicklungen für die Kieler Innenstadt in den kommenden Jahren aufzeigen,“ und dabei helfen, mehr „urbane Aufenthaltsqualität“ in der Innenstadt zu schaffen.

Wie passt das damit zusammen, dass der Wettbewerb zur Neugestaltung der Holstenstraße schon fertig ist und mit den Ergebnissen des Wettbewerbs schon Ziele für die Innenstadt festgelegt werden sollen?

Es gibt also bislang noch keine Ziele für die Zukunft der Innenstadt, aber ein Teil der Umgestaltung steht schon fest. Es gibt noch keine strategische Handlungsgrundlage für die städtebauliche Entwicklung für die kommenden Jahre, aber die Holstenstraße soll schon umfassend umgestaltet werden. Wie passt das zusammen?

Und wie kann es sein, dass mit Verweis auf das IEK die Planungen zur Neugestaltung des Exerzierplatzes von der Kooperation bis zur Vorlage des Gesamtkonzeptes zur Stadtentwicklung zurückgestellt wurden, aber an anderer Stelle schon weitreichende Planungen finalisiert werden sollen?

Entweder ist das ein Eingeständnis, dass das IEK gescheitert ist und von der Zeit überholt wurde. Oder statt eines Masterplans wird es doch nur Stückwerk geben, weil wesentliche Ergebnisse schon vorgezogen werden.

Beides ist traurig für die Innenstadt und bremst an anderer Stelle die Entwicklung der Innenstadt.