Kein „Mittagessen trotz Corona“

15.05.2020

Ein warmes Mittagessen ist für viele selbstverständlich - leider nicht für die Mehrheit im Kieler Rathaus, resümiert die gesundheitspolitische Sprecherin und stellv. sozialpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Ratsfrau Madina Assaeva zur Ablehnung sowohl ihres Alternativantrages „Mittagessen trotz Corona“ als auch des Antrages der Ratsfraktion der Linken in dieser Sache.

Beide Fraktionen hatten in der gestrigen Ratsversammlung versucht, die Mehrheit im Rathaus aus SPD, Grünen und FDP zu überzeugen, dass es gerade während der momentanen Einschränkungen auf Grund der Corona-Epidemie besonders wichtig ist, Kindern und Jugendlichen aus finanzschwachen familiären Verhältnissen eine warme Mahlzeit zu ermöglichen.
Während der Antrag der Linken dafür die Erarbeitung eines arbeits- und vor allen Dingen zeitintensiven allgemeinen Konzeptes forderte, rief CDU-Ratsfrau Assaeva mit ihrem Antrag direkt dazu auf, bereits bestehende Hilfsangebote der städtischen Institutionen oder der von der Landeshauptstadt Kiel geförderten Vereine und Verbände für eine warme Mahlzeit zu fördern und bedarfsgerecht zu unterstützen.

Unverständlich scheint die Ablehnung des warmen Mittagessens für bedürftige Kinder insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass SPD, Grüne und FDP nur zwei Tagesordnungspunkte später in ihrem beschlossenen Antrag „…Ziele für ein erstes Maßnahmenpaket…“ unter 4. Gesundheitswesen formulierten „… Die Diskussionen um notwendige und zeitgemäße Versorgungsangebote scheinen heute aktueller denn je. Die Landeshauptstadt Kiel wird diese Diskussion bei der Landesregierung einfordern, selbst geeignete Maßnahmen prüfen und soweit Maßnahmen in diesem Zusammenhang bereits vorgesehen sind, diese vorziehen.“

Leider sind solche Anträge nur dann wirksam, wenn sie statt allgemeinen Selbstverständlichkeiten auch tatsächlich konkrete Handlungsanweisungen enthalten, fasst Ratsfrau Assaeva zusammen. Aber soweit mochten SPD, Grüne und FDP zu Gunsten des Kindeswohls wohl nicht gehen…