Die Situation in der Frerich-Frerichs-Allee im Ortsteil Steenbek/Projensdorf sorgt derzeit verständlicherweise für großen Unmut bei den Anwohnerinnen und Anwohnern. Nachdem das Ordnungsamt kurzfristig gegen parkende Fahrzeuge vorgegangen ist, fehlen nun zahlreiche Stellplätze. Gleichzeitig berichten Bewohner Anwohnerinnen und Anwohner von einer spürbaren Zunahme des Durchgangsverkehrs und höheren Geschwindigkeiten in der Straße.
Magdalena Drewes, mobilitätspolitische Sprecherin der CDU- Ratsfraktion erklärt:
Aus unserer Sicht ist insbesondere das Vorgehen der Verwaltung kritisch zu betrachten. Es kann nicht sein, dass Sanktionen ohne vorherige Information oder Übergangsregelung erfolgen. Nicht jeder Bürger kennt die Straßenverkehrsordnung bis ins Detail oder weiß, welche konkreten Restfahrbahnbreiten vorgeschrieben sind. Wenn eine Situation über Jahrzehnte geduldet wurde, ist es aus unserer Sicht zwingend erforderlich, die Betroffenen zunächst zu informieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Ratsfrau Antonia Grage, direkt gewählte Ratsfrau für Steenbek/Projensdorf und 1. stellv. Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, ergänzt:
Gerade in reinen Wohnstraßen wie der Frerich-Frerichs-Allee braucht es praktikable und verlässliche Regelungen für Anwohnerinnen und Anwohner. Dazu gehören auch ausreichende Parkmöglichkeiten für Bewohner, Besucher sowie Dienstleister. Gleichzeitig müssen Sicherheit und Be-fahrbarkeit für Rettungsfahrzeuge, Müllabfuhr und Feuerwehr selbstverständlich gewährleistet bleiben. Verwaltung und Politik müssen ihre Handlungen erklären, damit Bürgerinnen und Bürger Entscheidun-gen nachvollziehen können: Da ist es wenig hilfreich, wenn eine jahrzehntelange Praxis wie die Nutzung der Frerich-Frerichs-Allee von heute auf morgen nicht mehr möglich ist, obwohl es keinerlei bau-liche Veränderung gegeben hat.
Drewes und Grage abschließend:
Daher unterstützen wir ausdrücklich den Vorschlag eines gemeinsamen Ortstermins mit Verwaltung, Ortsbeirat und Anwohnerinnen und Anwohnern. Ein offener Dialog ist der richtige Weg, um tragfähige Lösungen zu entwickeln, etwa durch klar markierte Parkflächen, alternative Parkregelungen oder zusätzliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Unser Ziel muss es sein, eine Lösung zu finden, die sowohl den rechtlichen Vorgaben entspricht, Ermessensspielräume berücksichtigt als auch die berechtigten Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner berücksichtigt.

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