Ellerbeker Weg Verwaltung kommt Informationspflicht nicht nach

26.08.2026

Die Entscheidung zum Umbau Ellerbeker Weg sowie dem anschließenden Rad- und Fußweg wurde über die Köpfe der Anwohnerinnen und Anwohner hinweg getroffen. Zur Realisierung werden Teile ihrer Grundstücke benötigt, was dazu führt, dass öffentliche Wege teilweise nur noch wenige Meter von den Hauswänden entfernt sein werden. Dagegen regte sich von Anfang an Widerstand durch die Anwohnerinnen und Anwohner. Eine Mehrheit der grün-roten Ratshauskooperation beschloss den Umbau dennoch. Das weitere Vorgehen sollte nun jedoch im Ortsbeirat Elmschenhagen/Kroog erläutert und diskutiert werden. Während die Verwaltung bereits am 26. Mai nicht kam, erschien nun auch zur gestrigen Sitzung am 25. August kein Vertreter der Stadtverwaltung. Dazu äußert sich CDU-Ratsherr Lasse Jarno Strauß, direktgewählter Ratsherr für Elmschenhagen:

Es ist das eine, dass sich die grün-rote Rathauskooperation auf Vorschlag der Verwaltung gegen die Interessen der Menschen vor Ort entscheidet, ohne dass dieser Bedarf zu rechtfertigen ist. Als Teil eines demokratischen Prozesses ist dies zu respektieren. Es ist allerdings etwas ganz anderes, wenn man die direkt oder indirekt betroffenen Menschen im Stadtteil nicht ausreichend informiert. Stadträtin Alke Voß (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), die zuständige Dezernentin, schreibt sich regelmäßig Bürgerfreundlichkeit auf die Fahne und verspricht alle Menschen bestmöglich mitzunehmen. Doch die Realität ist eine andere. Es entsteht der Eindruck, dass Stadträtin Alke Voß und ihr Dezernat sich aus Angst vor harten Diskussionen und Debatten bewusst dem Ortsbeirat entziehen und den Anspruch der Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils damit vehement verletzen. Ich fordere Stadträtin Voß ausdrücklich dazu auf, diesen Missstand, der Politikverdrossenheit schürt, zu beseitigen, indem Sie persönlich in die nächste Sitzung des Ortsbeirats kommt. Das verdienen die Elmschenhagenerinnen und Elmschenhagener.

Der Bedarf für den Ausbau bleibt weiterhin kaum zu begründen, die Straße müsste lediglich saniert werden. Doch wenn schon über die Köpfe und gegen die Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner entschieden wird, muss sich die Verwaltung zum Ziel setzen, den Stadtteil bestmöglich mitzunehmen, insbesondere, wenn die Maßnahme von vornherein nicht verständlich ist, so Ratsherr Strauß abschließend.