Das Programm des neuen OBs „Kiel.JETZT“ im Realitätscheck Tag 2: Sport

04.05.2026

Tag 2: Sport

Die CDU-Ratsfraktion setzt ihre inhaltliche Analyse des Programms „Kiel.JETZT“ von Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz fort.

Der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Carsten Rockstein, erklärt:

Bereits beim Thema Schulbau hat sich gezeigt, wie groß die Lücken in diesem Programm sind. Zentrale Zukunftsfragen werden schlicht ausgeblendet. Genau dieses Muster setzt sich fort, heute beim Thema Sport.

Wer eine Stadt führen will, darf die Bereiche nicht vergessen, die das tägliche Leben der Menschen prägen. Der Sport gehört in Kiel zweifellos dazu. Umso erstaunlicher ist, wie oberflächlich dieses Thema im Programm des Oberbürgermeisters behandelt wird.


Sport – große Bühne im Wahlkampf, kleine Rolle im Programm

Dazu erklärt der sportpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Sebastian Thiede:

Wer sich im Wahlkampf medienwirksam beim THW Kiel, bei Holstein Kiel und zahlreichen Vereinen präsentiert, muss danach auch im Rathaus eine klare sportpolitische Handschrift zeigen. Genau diese fehlt in „Kiel.JETZT“.

Zwar erwähnt das Programm allgemein Sport als Schlagwort, jedoch lediglich ein einziges Mal als Teil einer abstrakten Innenstadtentwicklung. Konkrete Ziele oder neue Impulse für den Breiten- und Ver-einssport sucht man vergeblich. Kiel ist Sportstadt. Deshalb erwarten die vielen Ehrenamtlichen, Vereine sowie Sportlerinnen und Sportler zu Recht mehr als allgemeine Formulierungen. In der jetzigen Form bleibt der neue Oberbürgermeister sportlos.

Ratsherr Thiede ergänzt:

Besonders auffällig ist, dass zentrale strategische Fragen komplett unbeantwortet bleiben. Es gibt keinen Sportentwicklungsplan, der Perspektiven für die kommenden Jahre aufzeigt. Die angespannte Situation bei Hallenkapazitäten wird nicht einmal erwähnt, obwohl viele Vereine seit Jahren an ihre Grenzen stoßen.

Auch die sportliche Infrastruktur wird ausgeblendet:

Ob Schwimmbäder, Sanierungsbedarf bestehender Anlagen oder der Ausbau moderner Sportstätten, all das kommt im Programm nicht vor. Dabei sind genau diese Themen entscheidend dafür, ob Sport in Kiel tatsächlich stattfinden kann oder nicht.

Auch beim Thema Sportförderung auf Bundesebene zeigt sich, dass Kiel politisch derzeit nicht ausreichend vertreten wird. Dass bei der sogenannten Sportmilliarde kein wichtiges Kieler Projekt berücksichtigt wurde, ist enttäuschend. Als Landeshauptstadt darf Kiel bei zentralen Zukunftsinvestitionen nicht außen vor bleiben. Dafür braucht es eine starke und engagierte Interessenvertretung im Bund. Offensichtlich hatten die direkt gewählte Kieler Bundestagsabgeordneten Luise Amtsberg (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) sowie die Bundestagsabgeordnete Tamara Mazzi (DIE LINKE) andere Prioritäten.

Die CDU-Ratsfraktion erwartet vom Oberbürgermeister sowie den Kieler Bundestagsabgeordneten künftig deutlich mehr Einsatz für den Sportstandort Kiel und zwar über Social-Media-Videos hinaus.
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Fortsetzung folgt: Die CDU-Ratsfraktion wird weitere zentrale Schwachstellen des Programms in den kommenden Tagen aufarbeiten.