Brücke(n) bauen – Ost- und Westufer verbinden

05.11.2026

Seit gestern, dem 4. November 2026, ist die Dreifeldzugklappbrücke verschwunden. Nach 29 störanfälligen Jahren hat sie nun endgültig ausgedient. Zukünftig soll sie Teil des Museumshafens in Flensburg sein. Die Zukunft der Querung an der Hörn ist hingegen weiterhin ungewiss.

Dazu äußert sich Lasse Jarno Strauß, zuständiger CDU-Ratsherr für Gaarden:

Während die CDU-Ratsfraktion sich seit Jahren für einen Neubau einsetzt, um eine verlässliche und nachhaltige Lösung zu schaffen, die langfristig auch Kosten spart, verschleppt die Verwaltung das Thema konsequent. Die für den Sommer angekündigte Machbarkeitsstudie wurde der Ratsversammlung bis heute nicht vorgelegt. Diese Verzögerung ist völlig unverständlich. Nicht nur, dass die zuständige Stadträtin Alke Voß ihren eigenen Zeitplan deutlich verfehlt hat. Die Verwaltung hatte auch Jahre Zeit, sich auf das absehbare Ende der Dreifeldzugklappbrücke vorzubereiten.

Eine Behelfsbrücke darf keine Dauerlösung sein. Tausende Kielerinnen und Kieler sowie Passagiere der Color Line verdienen eine zeitnahe, verlässliche und nachhaltige Lösung. Frau Voß muss jetzt endlich konkrete Vorschläge auf den Tisch legen und darf den Neubau der Brücke nicht weiter verzögern.

Ratsherr Carsten Rockstein, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, ergänzt:

Bei Stadträtin Alke Voß gewinnt man zunehmend den Eindruck, dass es darauf ankommt, ob ein Thema ihr persönliches Interesse weckt. Themen, die ihr wichtig sind, verfolgt sie mit großer Vehemenz. Andere hingegen scheinen auf der Strecke zu bleiben. Die Hörnbrücke ist dafür ein weiteres Beispiel. Dabei kann es nicht sein, dass die Priorität wichtiger Infrastrukturprojekte davon abhängt, wie sehr sich die zuständige Dezernentin persönlich dafür begeistert. Als CDU-Ratsfraktion sind wir gerne bereit, Ihr eine Brücke zu bauen. Wir erwarten aber, dass alle Aufgaben eines Dezernats mit der gleichen Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit angegangen werden.