Badestelle darf nicht zum aktionistisch-populistischen Jonglierball werden

13.08.2018

Schön, dass offenbar viele politische Kräfte in Kiel in die gleiche Richtung schwim-men, wenn es um die Nutzung der Innenförde als Badestelle geht, so der stellv. Vor-sitzende der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Jan Wohlfarth.

Ungewöhnlich ist allerdings der erneute Vorstoß des Oberbürgermeisters, der offen-sichtlich die 10 Tage bis zur nächsten Ratsversammlung nicht abwarten kann und getreu seinem neuen Motto „mit Flickwerk im Alleingang gegen die Selbstverwaltung“ am Ende des Sommers schon mal eine neue (Frei-)Badestelle an der Kiellinie ausgemacht hat.

Verständlich, dass „seine Kooperation“ nun unterstützend mit einer Antrags-Ankündigung herbeieilen muss; und das, nachdem die CDU-Ratsfraktion bereits einen Antrag für die kommende Ratsversammlung am 23.08.2018 zwecks Prüfung einer Meerwasserschwimmstelle in Kiel abgegeben hat.

Eine solche Prüfung der richtigen Lage hält die CDU-Ratsfraktion schon aus ökologischen Gründen für unabdingbar und gerechtfertigt, befand die Verwaltung doch im Jahr 2013 die CDU-Idee eines Stadtstrandes am ehemaligen Hindenburgufer aus ebensolchen ökologischen Gründen für nicht realisierbar.

Die CDU-Ratsfraktion setzt sich weiter für ein Meerwasserschwimmbecken in Kiel ein, möchte jedoch eine ökologisch, ökonomisch und sozial sinnvolle und durchdachte Lösung. Wir vertrauen in diesem Zusammenhang den bisher bekannten und fachlich guten Vorschlägen der Baudezernentin zur Ufersanierung der Kiellinie. Diese soll auch im Bereich des vom Oberbürgermeister als Badestelle angedachten Abschnittes vor dem Landeshaus bereits im nächsten Jahr begonnen werden, nachdem entsprechende Kampfmitteluntersuchungen abgeschlossen sind.

Wir sehen das Thema im Baudezernat in guten Händen. Es ist zu wichtig und stadt-prägend, um zum aktionistisch-populistischen Jonglierball eines wohl nicht ausgefüllten Oberbürgermeisters zu werden, so Ratsherr Wohlfarth abschließend.