Die CDU-Ratsfraktion Kiel kritisiert die geplante Halbierung der Mittel für den Förderfonds Breitensport und die Sanierung vereinseigener Sportanlagen auf lediglich 75.000 Euro pro Jahr in den kommenden Haushaltsjahren bis 2030.
Dazu erklärt der sportpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Sebastian Thiede:
Die Halbierung der Mittel im Förderfonds Breitensport ist ein Schlag ins Gesicht unserer Kieler Sportvereine und der vielen Ehrenamtlichen, die sich tagtäglich für den Sport in unserer Stadt engagieren. In diesem Jahr wurden mehr als die veranschlagte Summe im Haushalt von den Vereinen beantragt, was den Bedarf der Sportvereine verdeutlicht. 50 Prozent weniger Fördermittel können im schlimmsten Fall bedeuten, dass statt zehn Weichbodenmatten nur noch fünf, statt sechs Mini-Toren nur noch drei oder statt zwanzig Hockeyschlägern nur noch zehn angeschafft werden können. Wer bei ohnehin knappen Mitteln im Sportbereich die Förderung nun drastisch zusammenstreicht, gefährdet nicht nur einzelne Projekte, sondern langfristig die Zukunft unserer Kieler Sportlandschaft. Als CDU-Ratsfraktion werden wir diesen Kahlschlag nicht hinnehmen und unsere Sportvereine nicht im Stich lassen. Bereits im vergangenen Jahr konnten wir auf Initiative der CDU-Ratsfraktion (Drucksache 1084/2025) eine Kürzung beim Förderfonds Breitensport verhindern. Wir fordern die anderen Ratsfraktionen auf, auch in diesem Jahr gemeinsam mit uns für den Erhalt der Sportförderung einzutreten und unserem Antrag zur Rücknahme der geplanten Kürzungen zuzustimmen.
Wenn der grüne Oberbürgermeister die Kieler Sportlandschaft systematisch schwächen möchte, ist er mit dieser Haushaltspolitik auf dem besten Weg. Schon in ‚Kiel.JETZT – Das Programm von Dr. Samet Yilmaz‘ hatte die Sportförderung keine erkennbare Priorität. Hinzu kommt, dass zahlreiche Vereine in diesem Jahr monatelang auf die Auszahlung bereits bewilligter Fördermittel aus dem Förderfonds Breitensport warten mussten. Die jetzt geplante Halbierung der Förderung ist damit nicht nur ein weiterer Rückschlag für den Kieler Breitensport, sondern ein fatales Signal an alle, die sich auf die Unterstützung der Landeshauptstadt verlassen haben. Hier wird Vertrauen aufs Spiel gesetzt, das über Jahrzehnte zwischen der Kieler Sportlandschaft und der Landeshauptstadt Kiel gewachsen ist. Sportvereine brauchen Verlässlichkeit und Planungssicherheit statt immer neuer finanzieller Hiobsbotschaften. Wer heute bei den Vereinen spart, gefährdet morgen das vielfältige Sportangebot in unserer Stadt. Gleichzeitig von olympischen Perspektiven für Kiel zu sprechen, wirft die Frage auf, wie die Stadt ihre sportpolitischen Ambitionen mit den geplanten Kürzungen im Breitensport vereinbaren will. Denn ohne einen verlässlich geförderten Breitensport fehlt auch dem Nachwuchs- und Leistungssport eine wichtige Grundlage. Für uns als CDU-Ratsfraktion ist klar: Wir stehen fest an der Seite unserer Kieler Sportvereine und werden uns auch weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, dass der Breitensport in unserer Stadt die Unterstützung erhält, die er verdient.

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