Gute Spielplätze trotz leerer Kassen

10.06.2026

Die CDU-Ratsfraktion möchte neue Wege gehen, um die Qualität und Attraktivität von Spiel- und Bolzplätzen in der Landeshauptstadt Kiel auch in finanziell schwierigen Zeiten zu sichern. Mit Unterstützung der Mitantragsteller von SSW und SPD wurde ein Antrag (Drs. 0913/2025-03) beschlossen, der die Verwaltung beauftragt, aktiv Sponsoren, Stiftungen und Fördermittelgeber für die Errichtung, Sanierung und Neugestaltung öffentlicher Spiel- und Bolzplätze zu gewinnen.

Dazu erklärt der jugendpolitsche Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Lasse Jarno Strauß:

Kinder und Jugendliche dürfen nicht die Leidtragenden angespannter Haushalte werden. Spiel- und Bolzplätze sind wichtige Orte für Bewegung, Begegnung und Entwicklung. Wenn Unternehmungen, Stiftungen oder Vereine bereit sind, Verantwortung für unsere Stadt zu übernehmen, dann sollten wir dieses Engagement ausdrücklich willkommen heißen.

Der Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Carsten Rockstein, ergänzt:

Kiel kann es sich nicht länger leisten, nicht auch private Unterstützung stärker in den Blick zu nehmen. Wer zusätzliche Mittel für bessere Spiel- und Bolzplätze einwerben kann, schafft konkrete Verbesserungen für Familien, ohne den städtischen Haushalt weiter zu belasten. Das ist pragmatische Politik im Interesse der Bürgerinnen und Bürger.

Nach dem Willen der CDU-Ratsfraktion sollen Sponsoring, Spenden und Fördermittel künftig systematisch eingeworben werden. Gleichzeitig sollen klare Regeln für Transparenz und Gleichbehandlung gelten sowie auf die kindgerechte Ausgestaltung möglicher Sponsorenhinweise geachtet werden.

Es geht ausdrücklich nicht darum, kommunale Verantwortung zu privatisieren, betont Ratsherr Strauß. Die Stadt bleibt für Planung, Pflege und Betrieb verantwortlich. Aber wir wollen zusätzliche Chancen nutzen, wo sie sich bieten. Dabei muss jede Form der Zusammenarbeit selbstverständlich im Einklang mit dem besonderen Schutzbedürfnis von Kindern und Jugendlichen stehen.

Ratsherr Rockstein sieht darin auch ein Signal an die Kieler Wirtschaft:

Viele Unternehmen engagieren sich bereits in Vereinen, Kultur und sozialen Projekten. Warum sollten wir dieses Engagement nicht auch stärker für die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen nutzbar machen? Wer in Spiel- und Bolzplätze investiert, investiert in den gesellschaftlichen Zusammenhalt unserer Stadt.

Die CDU-Ratsfraktion ist überzeugt: Gerade in Zeiten knapper Kassen braucht es mehr Offenheit für Partnerschaften und innovative Finanzierungsmöglichkeiten. Das Ziel bleibt klar: bessere Spiel- und Bolzplätze für Kinder und Jugendliche – schneller, attraktiver und ohne zusätzliche Belastungen für die Steuerzahler.