Gemeinsame Pressemitteilung der CDU-Ratsfraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und SPD
Die Ratsversammlung der Landeshauptstadt Kiel hat in der Ratsversammlung am 16.04.2026 die Überlassung der Liegenschaft Geomar West an die Stadt Kiel beschlossen und diese durch einen gemeinsamen Änderungsantrag der Ratsfraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen ergänzt (Drs. 0407/2026-01).
Mit dem Beschluss wird ein zentraler Standort an der Kiellinie für die zukünftige Entwicklung der Stadt gesichert. Gleichzeitig verständigten sich die Fraktionen darauf, die weiteren Schritte transparent, verantwortungsvoll und auf einer belastbaren Grundlage zu gestalten.
Der gemeinsame Änderungsantrag stellt insbesondere sicher, dass über die Entwicklung der Bewirtschaftungs- und Betriebskosten regelmäßig berichtet und diese nachvollziehbar fortgeschrieben wird. Zudem wird vor der vorgesehenen Grundsatzentscheidung im Jahr 2027 eine aktualisierte Entscheidungsgrundlage vorgelegt, die unter anderem Fragen der Kostenentwicklung, des Rückbaus, möglicher Förderkulissen sowie der Zukunft des Aquariums umfasst. Zur kontinuierlichen Begleitung des Prozesses wird eine Steuerungsgruppe eingerichtet, in der alle Fraktionen vertreten sind.
Die Ratsfraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen betonen, dass die Entscheidung über die Realisierung eines Meeresvisualisierungszentrums im Jahr 2027 gesondert getroffen wird.
Dr. Andreas Ellendt, umwelt- und klimapolitischer Sprecher sowie 2. stellv. Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, erklärt dazu:
„Wir wollen diesen Standort als besonderen Ort aktiv für Kiel entwickeln. In der Ratsversammlung haben wir die Grundlage dafür gesichert, dass hier wirklich etwas entstehen kann – und sorgen gleichzeitig dafür, dass wir verantwortungsvoll mit Kosten und Risiken umgehen.“
Sven Krumbeck, wirtschaftspolitischer Sprecher der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen erklärt:
„Der Standort an der Förde ist ein echtes Juwel. Hier kann ein Ort entstehen, der Wissenschaft, Bildung und Tourismus verbindet. Damit aus dieser Vision ein tragfähiges Projekt wird, sorgen wir für Transparenz, belastbare Zahlen und eine strukturierte Steuerung. Mit diesem fraktionsübergreifenden Änderungsantrag verbinden wir wirtschaftspolitische Weitsicht mit der Vision eines maritimen Leuchtturmprojekts. Dieser geplante Ort wird Forschung sichtbar machen, den Tourismus stärken und einen neuen Erlebnisraum für alle Kieler*innen sowie für unsere Gäste öffnen. Kiel nutzt damit die Chance, Wissenschaft und Stadtentwicklung direkt an der Förde zusammenzuführen.“
Volkhard Hanns, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, erklärt:
„Die Fläche hat zentrale Bedeutung für die Weiterentwicklung des Standortes Kiel. Gleiches gilt auch für das Projekt des Meeresvisualisierungszentrums, dessen Verwirklichung aber noch weiterer engagierter Arbeit bedarf. Mit dem Beschluss setzen wir auf die notwendige Transparenz und eine ständige politische Begleitung in diesem Verfahren.“

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