Zum Equal Pay Day 2026 erklärt die 1. stellv. Fraktionsvorsitzende und gleichstellungspolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion Ratsfrau Antonia Grage:
Das Motto der diesjährigen Kampagne "equal pay every day" trifft ins Schwarze: Es müsste selbstverständlich sein - gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Frauen und Männern. Das war und ist es leider auch im Jahr 2026 noch nicht. Der (unbereinigte) Gender Pay Gap beträgt in Deutschland 16 Prozent. Auch wenn der Gap immer noch existent ist, sehen wir eine positive Entwicklung: Vor zehn Jahren fiel der Equal Pay Day noch auf den 19. März - die geschlechtsspezifische Lohnlücke lag 2016 bei über 20 Prozent.
Eine Ursache der geschlechtsspezifischen Lohnlücke ist das Arbeiten in Teilzeit. Teilzeitarbeit betrifft vor allem Frauen: 2024 arbeiteten lt. Statistischen Bundesamt 49,5 Prozent der Frauen in Teilzeit, bei Männern waren es hingegen nur 13,9 Prozent. In der Landeshauptstadt Kiel geht die Schere noch weiter auseinander: Lt. Personalbericht 2024 waren 81,2 Prozent der Teilzeitbeschäftigten Frauen (2023: 81,8 Prozent). Als Arbeitgeber hat die Landeshauptstadt Kiel eine besondere Verantwortung, vollzeitnahe Beschäftigung insbesondere für Frauen zu ermöglichen. Zur Kommunalwahl 2023 haben wir bereits gefordert, die Möglichkeiten für flexiblere Arbeitszeiten, Homeoffice und Weiterqualifikation weiter auszubauen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, z. B. durch die Vermittlung von arbeitsplatznahen KiTa-Plätzen, solle ebenso gefördert werden. Außerdem setzen wir uns für gezielte Personalentwicklung von Frauen zur Wahrnehmung von Führungspositionen ein und wollen das Führen in Teilzeit sowie geteilte Führung ausbauen, so Grage.

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