Die jüngsten Beschlüsse der Ratsversammlung am 19.02.2026 zum Wohnungsbau in Kiel geben Anlass zu großer Sorge. Statt den dringend benötigten Neubau zu erleichtern, plant die Kooperation aus Grünen und SPD zusätzliche Verpflichtungen für Bauherren, so der baupolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Jan Wohlfarth.
Auch wenn im Gegenzug nach dem Vorbild des Hamburger Modells Vorschriften gesenkt werden sollen, ist dieses Ziel wirtschaftlich kaum darstellbar. Realistische Neubaukosten liegen deutlich höher — vielfach bei mindestens 12,50 €/m², und selbst das nur in Randlagen. Die grün-rote Kooperation träumt davon, dass künftig sollen Neubauwohnungen ohne Förderung zu einer Kaltmiete von 10,50 €/m² angeboten werden sollen.
Wer Bagatellgrenzen absenkt und zugleich verpflichtend zu niedrige Kaltmieten vorgibt, schafft keinen bezahlbaren Wohnraum. Im Gegenteil: Solche Vorgaben drohen Investitionen auszubremsen und dringend benötigten Neubau zu verhindern.
Die absehbare Folge wäre eine weitere Verknappung des Wohnungsangebots — mit steigenden Mieten und einer Verschärfung der Wohnungsnot in Kiel.
Für eine wirksame Entspannung auf dem Wohnungsmarkt braucht es verlässliche, wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen statt zusätzlicher Hürden für den Wohnungsbau, so Wohlfarth abschließend.

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