Super-Wohn-Märkte: schnell Wohnraum schaffen ohne extra Flächenversiegelung

22.03.2019

In der Landeshauptstadt Kiel wird dringend mehr Wohnraum gebraucht. Dafür müssen auch neue, kreative Wege beschritten werden, erklären der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Stefan Kruber und der baupolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Florian Weigel.

Deshalb forderte die CDU-Ratsfraktion in der gestrigen Ratsversammlung die Ver-waltung auf, zu prüfen, in welchem Umfang und wo es möglich ist, durch Aufstocken von Supermärkten, Discountern und Baumärkten im Stadtgebiet zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Dies ist aufgrund neuer baurechtlicher Vorgaben (urbanes Gebiet) nunmehr rechtlich relativ unproblematisch möglich. Für die Eigentümer bietet sich die Chance, ihre Grundstücke wirtschaftlich optimal zu nutzen, für die Menschen in Kiel die Chance auf mehr schnell schaffbaren, bezahlbaren Wohnraum in der Stadt ohne weitere Flächenversiegelung. Die Stadt muss nur dort, wo es realisierbar und vom Eigentümer gewollt ist, dafür die baurechtlichen Voraussetzungen durch geeignete Flächennutzungs- und Bebauungspläne schaffen. Aus unserer Sicht besteht hier ein großes Potential, deutschlandweit wird gemäß einer Studie von 400.000 – 560.000 so realisierbaren Wohnungen ausgegangen (vgl. Studie an der Technischen Universität Darmstadt und dem Techel-Institut).

Der Antrag wurde in den Bauausschuss überwiesen, wo er nun noch einmal ausführlich diskutiert werden kann und hoffentlich auch die Mehrheitskooperation im Rathaus von dieser innovativen Idee überzeugen kann.