Südspange: Straßen fördern nicht Autoverkehr, sondern Verkehrsabfluss

11.03.2020

Zum Thema Südspange (Anschluss an die A 21) äußert sich der umweltpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Robert Vollborn, wie folgt:

Auch der CDU-Ratsfraktion ist es ein Anliegen, den Kieler Grüngürtel zu erhalten. Die Aussagen des Bündnisses „Vorfahrt für den Klimagürtel“ sind in Bezug auf den A 21- Anschluss aber differenziert zu betrachten:

Weder belastet eine zusätzliche Straße „das Klima massiv nachhaltig“ („nachhaltig“ ist gerade das Gegenteil von einer Beeinträchtigung), noch die diese nutzenden Menschen oder Fahrzeuge. Der menschengemachte Anteil am CO2-Gehalt der Erdatmosphäre liegt bei etwa 3%, der deutsche Anteil daran (sinkend) bei etwa 1,99% (2014). Der Anteil einer Straße in Kiel ist also nicht „massiv“.
Dennoch hat auch die Mobilität von Menschen in Kiel einen Einfluss auf unsere Luft.
Aber unnötig höher belastet es die Umwelt, wenn Tausende Fahrzeuge tagtäglich im Stau stehen und dabei nutzlos Abgas emittieren.

Insofern „fördern“ Straßen nicht den Autoverkehr, sondern den Verkehrsabfluss.
Genau deshalb setzt sich die CDU-Ratsfraktion für die auch von den Gewerbetreibenden in Wellsee benötigte schnelle und zukunftssichere Anbindung an die A21 ein.
Weniger Straßen führen nicht zu weniger Verkehr, sondern zu längerer Verweildauer auf den Straßen und damit zu mehr Emissionen. Somit ist Autoverkehr auch nicht das Gegenstück zu Bürgerwohl, sondern ein Teil davon.


Der baupolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Florian Weigel, ergänzt: Für die CDU-Ratsfraktion ist die Südspange mehr als notwendig! Unser Ziel ist es, dass der Verkehr über die Südspange zügig abfließen kann und so Staus in der Stadt verhindert werden. Mit einer Südspange fahren weniger Autos direkt durch die Stadt. Das entlastet nicht nur den Theodor-Heuß-Ring und die Nerven vieler Autofahrer. Durch weniger Absage sinkt auch die Luftbelastung. Und von weniger Autos in der Stadt profitieren alle Kielerinnen und Kieler.

Es ist damit zu rechnen, dass auf der Südspange in der Zukunft sogar klimaschonende Elektro- und Wasserstofffahrzeuge fahren können, die das Klima weniger belasten werden.

Für uns als CDU-Ratsfraktion ist aber auch klar, dass wir den Eingriff in den Grüngürtel so gering wie möglich halten wollen.