Die Entscheidung ist gefallen: Kiel bleibt Teil der deutschen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele und soll im Falle eines internationalen Zuschlags erneut Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe werden. Die CDU-Ratsfraktion Kiel begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich.
Dazu erklärt der sportpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Sebastian Thiede:
„Das ist ein starkes Signal für Kiel und eine große Chance für unsere Stadt. Kiel gehört zu den bedeutendsten Segelstandorten der Welt, wir verfügen über eine große olympische Tradition und vor allem über die Unterstützung der Kielerinnen und Kieler. Mit 63,5 Prozent Zustimmung beim Bürgerentscheid hat unsere Stadt klar gesagt: Kiel will Olympia.“
Die Entscheidung bestätigt den Kurs der vergangenen Monate. Jetzt beginnt aus Sicht der CDU-Ratsfraktion die entscheidende Phase der Vorbereitung.
„Wir dürfen uns jetzt nicht zurücklehnen und darauf warten, wie der internationale Bewerbungsprozess weitergeht. Wenn Kiel wieder olympischer Austragungsort werden will, müssen wir schon heute die Voraussetzungen dafür schaffen. Das betrifft unsere Sportstätten genauso wie Verkehr, Unterkünfte, Sicherheit, Nachhaltigkeit und die Beteiligung der Kielerinnen und Kieler“, so Thiede.
Kiel verfügt mit dem Olympiahafen und dem Segelzentrum in Schilksee, der Kieler Woche und seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit internationalen Segelveranstaltungen über hervorragende Voraussetzungen. Diese Stärke muss die Stadt jetzt konsequent weiterentwickeln.
Die CDU-Ratsfraktion erwartet deshalb klare Strukturen innerhalb der Verwaltung. Zuständigkeiten, Zeitpläne und konkrete Meilensteine müssen feststehen. Die Stadt muss Infrastrukturmaßnahmen, Fördermöglichkeiten, Bürgerbeteiligung und die Zusammenarbeit mit dem Land, dem Bund, dem DOSB und den weiteren Partnern eng koordinieren. Dabei steht der Oberbürgermeister in der Verantwortung.
„Olympia kann für Kiel weit mehr sein als ein Sportereignis für wenige Wochen. Die Bewerbung kann zum Entwicklungsmotor für unsere Stadt werden. Wenn wir es richtig machen, entstehen dauerhafte Verbesserungen bei Sportstätten, Verkehr, Stadtentwicklung und internationaler Sichtbarkeit. Entscheidend ist für uns, dass am Ende möglichst viele Kielerinnen und Kieler von diesen Investitionen profitieren.“
Dabei darf die Stadt den alltäglichen Sport nicht aus dem Blick verlieren. Für die CDU-Ratsfraktion gehören Spitzensport, Breitensport und eine verlässliche kommunale Sportförderung zusammen.
„Gerade jetzt wäre es schlicht unvernünftig, bei der kommunalen Sportförderung den Rotstift anzusetzen. Unsere Vereine leisten jeden Tag unverzichtbare Arbeit für Kinder und Jugendliche, für Integration, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wer Kiel international als Sportstadt präsentiert, muss auch die Grundlage dafür stärken. Olympia kann ein Höhepunkt sein, aber das Fundament unserer Sportstadt bilden die Vereine und die vielen Menschen, die sich dort ehrenamtlich engagieren. Angedachte Kürzungen bei der Sportförderung passen deshalb überhaupt nicht zu unseren olympischen Ambitionen“, betont Thiede.
Auch Investitionen in die bestehende Sport- und Wassersportinfrastruktur müssen jetzt verlässlich geplant werden. Kiel kann seinen Anspruch als Sailing.City und möglicher Olympiastandort nur glaubwürdig vertreten, wenn Vereine, Nachwuchssportler und Breitensportler dauerhaft gute Bedingungen vorfinden. Dazu zählt auch angedachte Ansiedlungen weiterer Olympiastützpunkte (OSP) als Einrichtungen für den Leistungssport in Deutschland, beispielsweise für Coastal Rowing, voranzutreiben.
„Heute haben wir einen wichtigen Etappenerfolg erreicht. Jetzt müssen wir aus dieser Chance konkrete Politik machen. Das klare ‚Jo!‘ der Kielerinnen und Kieler und aus Baden-Baden gibt uns dafür Rückenwind und zugleich einen Auftrag. Wir wollen, dass das olympische Feuer wieder in Kiel brennt und wir wollen, dass unsere Stadt langfristig davon profitiert“, so Ratsherr Thiede abschließend.

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