Brücken bauen für Gaarden

09.11.2018

CDU-Ratsfraktion macht sich stark für ein städtebauliches Gesamtkonzept für Gaarden-Ost

Zu ihrem Antrag in der Ratsversammlung am 15.11.2015 „Brücken bauen für Gaarden“ er-klären die örtliche Ratsfrau für Gaarden, Madina Assaeva und der stellv. Fraktionsvorsitzende und baupolitische Sprecher, Ratsherr Florian Weigel:

An der Hörn entsteht bald ein ganz neues Stadtviertel. Wir möchten, dass dieses neue Hörnquartier an den Stadtteil Garden-Ost angebunden wird. Die soziale Spaltung in Kiel ist besonders groß. Daher setzen wir uns als CDU-Ratsfraktion dafür ein, Brücken zwischen dem bestehenden und dem neuen Gaarden zu bauen und fordern ein städtebauliches Ge-samtkonzept für das Zusammenwachsen von Gaarden-Ost.

Die soziale Kluft in Kiel ist besonders groß: Kiel gehört zu den am schlechtesten durchmisch-ten Großstädten Deutschlands (Kieler Nachrichten vom 21. August 2018). Und die soziale Spaltung in unserer Stadt wächst sogar noch weiter. Arm und Reich konzentrieren sich in bestimmten Stadtteilen besonders stark (vgl. Marcel Helbig, Stefanie Jähnen: Wie brüchig ist die soziale Architektur unserer Städte? Trends und Analysen der Segregation in 74 deutschen Städten).

Das Areal an der Hörn ist fast inselartig vom bestehenden Stadtteil Gaarden-Ost getrennt. Dabei hätten das Zentrum von Gaarden-Ost mit seinem bunten urbanen Leben und das neu entstehende Hörnquartier mit seiner Mischung aus sozial gefördertem Wohnraum, Studen-tenapartments, normalem Wohnungsbau sowie Büros und Gewerbe viel Potential, sich ge-genseitig positiv zu beeinflussen und zu einem Stadtteil zusammenzuwachsen.

Bisher stellen die Gleisanlagen im Hörnbereich, der Gaardener Ring und die Zäune im Süd-osten der Hörn große Hindernisse dar. Daher schlagen wir als CDU-Ratsfraktion vor, Brü-cken für Gaarden zu bauen um die beiden Gebiete besser miteinander zu verbinden.

Uns schwebt dabei ein räumlicher Brückenbau durch mehr Fußweg- und Radwegeverbin-dungen sowie einen verbesserten ÖPNV vor.

Aber auch sozial wollen wir durch eine Förderung der Ansiedlung von sozialen Einrichtungen und Nahversorgungseinrichtungen im Hörnbereich eine bessere Vernetzung und Durchmi-schung der beiden Quartiere vorantreiben.

Mit einem Gesamtkonzept wollen wir Brücken für Gaarden bauen, von denen sowohl einge-sessene Gaardener als auch neu Hinzugezogene profitieren werden.