Aufnahme von Verhandlungen mit Krieger-Gruppe zum Rückkauf „Prüner Schlag“

16.11.2018

Dieser Forderung verlieh die CDU-Ratsfraktion mit ihrem Antrag in der Ratsversammlung am 15. November deutlich Ausdruck, so der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Stefan Kruber.
Wünschenswert wäre, wenn auf dem Grundstück „Prüner Schlag“ tatsächlich ein Möbelhaus realisiert würde. Kiel könnte die zusätzlichen Arbeitsplätze und Steuereinnahmen gut gebrauchen. An der Absicht der Krieger-Gruppe, hier wirklich ein Möbelhaus zu errichten, be-stehen aber nach wiederholten Verschiebungen des Baubeginn- und des Fertigstellungstermins sowie der jetzt erfolgten Ankündigung, die möglichen Zeitfenster maximal ausnutzen zu wollen, erhebliche Zweifel. Ursprünglich sollte das Objekt Ende 2014 fertiggestellt sein, dann hieß es 2017, nunmehr ist von 2020 oder 2022 die Rede. Leider hat der damalige Oberbürgermeister Torsten Albig die Ratsversammlung ersichtlich falsch informiert, als einen zeitnahen Baubeginn in Aussicht stellte. Zumindest die CDU-Ratsfraktion entschuldigte sich in ihrem Antrag auch bei den Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern, die ihre Scholle so frühzeitig räumen mussten, dafür, dass damals den Aussagen Torsten Albigs auf einen frühen Baubeginn vertraut wurde.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass für die Krieger-Gruppe nur noch im Raume steht, die Ansiedlung eines Konkurrenzunternehmens auf dem Grundstück zu verhindern. Deshalb erwartet die CDU-Ratsfraktion von Oberbürgermeister Dr. Kämpfer (auch nach Ablehnung ihres Antrages durch die Mehrheitskooperation), dass er mit der Kriegergruppe weiterhin in ständigen Kontakt steht und ggf. schnellst möglich Verhandlungen aufzunimmt, um das Grundstück zum Einstandspreis (nebst der entstandenen Aufwendungen für die Schaffung von Baureife, jedoch ohne Spekulationsgewinne) zurück zu kaufen und dort dringend benötigten Wohnungsbau (mit mindestens 30% sozialem Wohnungsbau) zu realisieren. Mit einer solchen Umwidmung der Nutzung des Grundstücks könnte den Sperrambitionen der Kriegergruppe genügt und gleichzeitig ein Beitrag zur Linderung des Drucks auf dem Wohnungsmarkt geleistet werden und der Stillstand an dieser Stelle beendet werden.
Das Areal ist insbesondere in Bezug auf die relative Nähe zur Universität sowie die Möglich-keiten der Erschließung durch den ÖPNV, bis hin zu einem denkbaren Bahnanschluss, für Wohnbebauung gut geeignet.