Die Hamburgerinnen und Hamburger haben sich mehrheitlich gegen eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ausgesprochen. Die CDU-Ratsfraktion Kiel nimmt dieses Ergebnis mit Respekt zur Kenntnis, die olympische Chance für Kiel bleibt jedoch bestehen.
Das Nein aus Hamburg ist zunächst eine Enttäuschung für alle, die auf eine starke norddeutsche Bewerbung gesetzt haben. Hamburg war mit Kiel als fester Partnerstadt ein überzeugendes Konzept. Segeln, Handball und Rugby hätten bei einer erfolgreichen Bewerbung der Hansestadt in Kiel stattfinden können. Dieses Potenzial bleibt groß, erklärt der sportpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Sebastian Thiede.
Gleichzeitig bedeutet das Hamburger Nein nicht, dass die olympische Perspektive für Kiel beendet. Kiel hat mit dem eigenen Bürgerentscheid ein klares positives Signal gesetzt und die Bereitschaft zur Mitwirkung eindrucksvoll unterstrichen.
Kiel hat Ja gesagt. Dieses Signal bleibt bestehen. Wir haben bereits sehr positive Rückmeldungen aus anderen interessierten Städten und Regionen erhalten, unter anderem aus München und aus der Region Rhein-Ruhr. Deshalb müssen wir jetzt sorgfältig prüfen, welche Partnerschaften für Kiel möglich sind, so Ratsherr Thiede weiter.
Die CDU-Ratsfraktion erwartet vom neuen Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz (Grüne), dass er nach dem Hamburger Ergebnis nicht abwartet, sondern aktiv handelt. Kiel muss schnell klären, welche Rolle die Stadt in einer möglichen alternativen deutschen Bewerbung einnehmen kann.
Kiel hat bereits mit dem eigenen Bürgerentscheid gezeigt, dass die Stadt bereit ist, olympische Verantwortung zu übernehmen. Das Hamburger Ergebnis verstärke diesen Auftrag nun erheblich.
Kiel darf jetzt nicht Zuschauer dieser Entwicklung sein, sondern muss aktiver Mitgestalter werden. Es reicht nicht, Olympia als Chance zu beschreiben. Diese Chance muss jetzt in konkrete Verwaltungspolitik übersetzt werden, so Ratsherr Thiede weiter.
Die CDU-Ratsfraktion erwartet deshalb von Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz, dass die Olympiavorbereitungen im Rathaus unverzüglich strukturiert werden. Dazu gehört aus Sicht der CDU eine echte Olympia-Stabsstelle, die Planung, Koordination, Bürgerbeteiligung, Fördermittel, Infrastrukturfragen und die Zusammenarbeit mit Hamburg, DOSB, Land und Bund bündelt.
Der Oberbürgermeister hat selbst gesagt, Olympia kann zum Entwicklungsmotor für Kiel werden. Dann braucht dieser Motor jetzt auch ein Getriebe. Wir teilen dahingehend die Einschätzung des Oberbürgermeisters in den Kieler Nachrichten vom 25.02.2026, dass neue Aufgaben keineswegs immer neues Personal erfordern. Kiel braucht klare Zuständigkeiten, konkrete Meilensteine und eine Verwaltung, die dieses Projekt professionell vorantreibt, damit das olympische Feuer wieder in Kiel brennen darf, betont Ratsherr Thiede abschließend.

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