Hurra! Jetzt kann endlich am Schwentine-Nordufer gebaut werden!

08.06.2026

Dazu erklärt die Vorsitzende des Kieler Bauausschusses, Sigrid Schröter (CDU):

Seit Jahren gibt es an der Schwentine zwei Baulücken. Die alte Holsatia-Mühle wurde bereits 2008 abgerissen. Schon vor fast 20 Jahren gab es Pläne für zwei neue Gebäude. Der Bebauungsplan 1019 V stammt aus dem Jahr 2016.

Die Firma Evoreal hat ihre Planungen bereits im Bauausschuss vorgestellt. Vorgesehen sind 98 Wohneinheiten sowie Gewerbeflächen. Zusätzlich sollen Stellplätze in zwei Tiefgaragen entstehen.

SPD und Grüne sorgten im Anschluss für Verzögerungen: Sie wollten unbedingt, dass dort auch Sozialwohnungen gebaut werden. Der Grundsatzbeschluss, wonach bei Wohnungsbauprojekten 30 Prozent sozialer Wohnraum vorgesehen werden sollen, wurde jedoch erst am 18.01.2018 gefasst und damit über ein Jahr später als der Bebauungsplan.

Nach Verhandlungen mit dem Investor konnte eine Einigung auf einen Anteil von 10 Prozent sozialem Wohnungsbau erzielt werden. Allerdings wurden die dafür beantragten Fördermittel der IBSH nicht bewilligt. Entsprechende Anträge waren sowohl 2025 als auch 2026 gestellt worden.

Zur Freude der CDU-Ratsfraktion hatten am 04.06.2026 auch SPD und Grüne im Bauausschuss ein Einsehen, dass Kiel dringend neuen Wohnraum benötigt. Sie haben deshalb dem Vorhaben ohne 10 Prozent sozialem Wohnungsbau zugestimmt.

Bevor wir weitere 20 Jahre mit Verhandlungen ins Land ziehen lassen, müssen wir endlich bauen. Gut, dass Vernunft eingekehrt ist, erklärt Sigrid Schröter.
Zudem weist sie darauf hin, dass in der Insterburger Straße 2 bereits ein Wohnhaus mit vollständig geförderten Sozialwohnungen entstanden ist. Auch im Neubaugebiet „Steinbrügge“ werden 88 öffentlich geförderte Wohnungen gebaut.

Damit hat Dietrichsdorf bei den jüngsten Bauvorhaben bereits einen erheblichen Beitrag zum sozialen Wohnungsbau geleistet. Nun müssen auch andere Stadtteile ihren Anteil übernehmen, so Sigrid Schröter abschließend.